n angestellteti Beobachtungen reichen, ist j^die Hauptrichtung dieser Strömungen die der Cordillera, nämlich von S. S* 0. ,,mach N. N. W. Mein Weg fubj'te mich einstf während mehrerer Stunden der ^Löngo nach durch eine solche warme Schichte, dit nicht hreiter als aieben ^mä iwansig Schritte war- Ihre Temperatur war IV R. hober, ala die der ,,U begiftnaenden ruhigen Atmotphäre; weim aber durch diese die kalttn 486 HirBoh, historisch geographische Pathologie. „Winde von den Schneefeldem streichen, so betr&gt der Wärmeimterschied ,,der beiden Strömnni^en 18— 20^^^; es ist daher auch begreiflidi, dass eb «^solcher, grosser nnd plötzlicher Unterschied nachtheilig auf das Hajatsysteno „wirken mnss;" §• 238. lieber eine andere, genetisch eigenthumliche, in entwickeltem Grade den Charakter des Eczems tragende, und unter dem Namen der Nilhitze oder Boutons du Nil bekannte Hautkrankheit haben Ehrenberg i) und neuerlichst Pruner') berichtet — Die Krankheit bildet sich, im Gegensatze zu Eczema so- lare, bei feuchter Haut, und zwar mehr an bedeckten, als an entblössten Hautslellen, ein Umstand, der ebenfalls als Gegensatz zu jener Form be- zeichnend ist, und kommt inCairo und inOberegypten, wie es scheiat, in einem gewissen Zusammenhange mit den jährlich eintretenden Nilöber- schwemmungen, zur Beobachtung. Der, gewöhnlich akute, Verlauf der Krankheit ist nach Pruner folgender: „Unter dem Gefühle von bedeutender Hitze nnd henrorbreohenden Sdnreissen „bildet sieb eine scharlachrothe F&rbnng der Hant, nnd es steigen inr selben „Zeit leichte, anzählige Knötchen auf, die gewöhnlich gerieben, bereits Flüssige „keit ergiessen, nnd in weniger als 24 Standen in kleine, rnndliohe, waaserheDe, „sehr dicht stehende Bläschen sich umwandeln, wobei die Ränder nnd Zwischen- „theile der Haut entzündlich geröthet, daher man einen Hof zu nnterschei^n „nicht im Stande ist Besonders tfind es die Anssenfläehen der Arme, die „Stime, der Hals, die Brost- nnd Banchwand mehr als der Rücken, weldie (A ,,za gleicher Zeit befallen werden. Hält sich der Kranke mhig, kühl nnd ohne ,jza kratzen, so trübt sich die Flüssigkeit ein wenig, die entzündliche Ge- „schwnlst nnd Röthnng nimmt ab, und die Eintrockmnng und AbschilflBnmg „erfolgt ebenso schnell, gewöhnlich schon am 4. Tage nach dem Analnroche, ..besonders an der Stime, der Innenfläche der Arme nnd am Rücken; etwas ,,später an den übrigen Eörperstellen. Oft kommt es gar nicht znr Bläschen- „bildang nnd dai ganze Knötchen -Exanthem verschwindet, besonders wenn „man sich dem k&lten Bade oder bei entblössten Körper der kühlen Znelnfl in „der Rahe überlässt. Bei andern Individuen bilden sich oft, namentlich am „Rücken, nessolartige Höcker mit grösseren Bläschen besetzt, welche weiter von „einander getrennt, nnd anch von dem peinlichen Gefahle der Urtioation beglei- „tet sind. Wenn die Abschnppnng eingetreten, so verschwindet die Röthe an „den Zwischenstellen , es zeichnet sich ein Hof nm die Schüppchenkr&nse, nnd „auch deren Mittelpunkt bleibt länger geröthet*^ Die Krankheit erscheint in Egypten alljährlich, und zwar zur Zeil des hohen Nilstandes, wo die Luft in hohem Grade feucht, aber weit we- niger heiss, als in den vorhergehenden Monaten ist, niemals zur Zeit star- ker trockner Hilze. Ehrenberg hat dieses Exanthem bei Europäern und egyptischen Arabern gesehen, dagegen war die Krankheit unter den Nn- biern, Dongolanem und Negern, welche die Haut einzuölen gewohnt sind, nicht bekannt. Man schreibt diesen Ausschlag dem Genüsse von trübem Nilwasser zu, allein Ehrenberg sah auch Europäer von demselben be- fallen, welche geläutertes Wasser getrunken hatten. §. 239. In einem geographisch, und, wie mir scheint, pathologisch nahen Zusammenhange mit der oben besprochenen Rrankheitsform steht ein Exanthem, welches von Ehrenberg 3) und Pruner*) als auf dem 1) In Heck er AnnsL der ges. Heflkd. VU, 13. S) 1. e. ISS. S) L e. U. 4) L c 1S9. ^then Meere und den Küsten desselben vorherrschend bezeich tot, von Ehrenberg unler dem Namen der füschi Intertrigo scrotalls navlum _ chrieben wird, und welches, wiePruner bemerkt, bald mehr den Cha- bkier des Eryiliems, bald mehr den des Erysipelas oder des Eczems Kgt» je nachdem es an den Schenkeln (als EryilibuO oder am llodensacke ftls Erysipeias od^r Eczem) aulirilU Die Krankheit erscheint vorzugsweise inier bchiffsequipagen; so erzählt namentlich Ehrenbergp dass dieselbe hn, wie seine ganze Begleitung während der Ueberiahrl befiel, nachHess, lIs sie ans Land kamen, und auls ^eue aultrat, sobald sie aiils Schiff ;urückkehrten, zuweilen aber zeigt sie sien, wie bemerkt, unter den ße- Kfohnern der Küste, und wird von dem Volke den Waschungen mit dem deerwasser, resp. den die Haut reizenden, im Meerwasser enihaltenen ihie- ischen und pUaiizlichen Intusorien und Kryptogamcn zugeschrieben. Pru- Kr hält diese Annahme für unbegründet, da er das Leiden auch bei Leu- beobacbtet hat, die mit Meerwasser in gar keine Berührung gekommen Iraren« allein Ehrenberg hebt nervor, dass eine Benetzung der ergrifTe- pn Theile mit Meerwasser sich sehr schädlich bewies, und der Znstand Rats eine weseniliche Verschlimmerung erinhr, wenn er und seine Begtei- er, uro ans Land zu kommen, gezwungen waren, bis an die Lenden ioi deerwasser darchEuwaten. — Ehren borg eriünert daran, dass ein ähn- iches Leiden, auch in Amerika vorkommt; wo, sagt er nicht, ich habe fine, wahrschemlieh hieher gehörige Notiz vom llio-de-la-Plata bei [f unel *) getundein der die Krankheit unter der Besatzung der Iranzösi- bUen Elotte während der Biokade von Buenos-Ayres m beobachten Ge- enheil gehabt hat, und von derselben iojgende Beschreibung gibt: jjC^tte maladie i'ett montreo »ovw la forme de Teiiculen legeres, isoleet, qael- ^quefgia raaeenibläeB en groupe» diflÜDcta fai&ant öprouver uo sentimeat de fotu*- fliiuiiemeiit Au baut, de 4 joui-a, cet vesiculea s« Jecliiraieat, et lainaient ^ÄcouIt;r un hquide opaqae et löreud^ qu'eüei reafermalüot ; elke etaieat ea- ,t>aite remplaceeB par dea croütefl jaunes, legores^ qai secliaieDt promptement ; y^quelqnetbifl ellea prolängaaleiit leut- diired^pluaieura mow^ en «q raTiv&nt pftr ,,de« veiLCaleä nouvelies. OrdiQair:)meat eUea ae donnaient liea k ancuiu ,,lQrmptdni6B ^emeraux; un aentiment de cbalear aar la lieu de Teraption, an ,jpea de Boif, etaieut ce qu^il y avait de pltui appareat, Quelquefois elld etftit j^aocompa^^ee d^im prurit assez vif, de malaise et d'agitaüan geaerale« Une „inflammaüua vive , iutaaae surveuait , une douleur eiguö se faiiait aeatir , le jftUiu Cüliulaire des coactLoi iQu^aoeatos da derme a' irritait^ ce qui determinait ,,ane ixißammatioti phlcgmoneuse qui etait aceompagnee d' iDiomnie, de chaleur ,iet dW etat febrile. Algra les vaiseeaox lymphaiiqueB participaient k Petat ,iiaAaamsatoire, Iüs glandes voiimes se gooBaient, se tume&aieot; et ae t&rdaleat ^tpoiat a deveair dauleureuses, Oa ?oyait aasai aurveair des ajmptomea d^ir- ^^iiatioa gastriqae qui ae diaaipaieat aises promptement paa lea baia« geaeraax ^,et ua regime relraJchißsanL'* — Der Ausschlag kommt vorzugsweise an den Oberschenkeln, den Hin- ferbacken, dem Skrotum, am Penis, demnächst auch an den Schultern, an den Annen und auf der Dorsalflüche der Hände vor» und wird gemeinliin unter Seeleuten und tischern beobachtet Auch hier wird die Ursache LQ der die Haut reizenden Wirkung des Wassers aus dem la Plata« sowie ' &m (asi ausschliesslichen Genüsse von Fischen zugeschrieben, Brunei j) Otefti^atlcuii toioffr., med, . . . fUtei dam la Sl^ de Im Btm ^1^ P«f* IS». §U 468 Hirsch, hiiitoriBch geographische Pathologie. g^laubt jedoch ein viel grösseres Gewicht auf den Einfluss der dort vor- herrschenden starken Temperalurwechsel legen zu müssen — eine An- nahme, die er selbst in keiner Weise begründet, und für deren Zulässigkeit auch nicht ein Schatten von Raison gefunden werden kann. §. 240. Unter den Bewohnern von Illinois (Nord-Amerika) kommt, nach den Mittheilungen von KewhalP), ein, theils demEczem, theils der Impetigo ängehöriges Hauüeiden, und zwar so allgemein vor, dass Vs ^' 1er Einwanderer während des ersten Jahres ihres Aufenthalles daselbst, von demselben befallen werden, und die Krankheit, unter dem Namen der Illinois Itch d. h. Krätze von Illinois bekannt, vollkommen den Charakter etner Endemie trägt Sie beginnt mit einem lebhaften Jacken anf den Annen nnd Hüften, olme dass die Haut jedoch irgendwie verändert erscheint; erst später, und wie K- glaubt, in f *olge des Kratzens, dem sich der Erkrankte nicht su entziehfin Ter* mag, treten kleine Papeln auf, welche ebenso wenig als die omgebende flaut geröthet sind, alsbald yerschwinden und von einem zweiten Ansprache kleiner btippchen gefolgt sind, welche sich im Yerlaofe von 1 — 2 Tagen in kleine, an- fangs mit einer klaren, später etwas getrübten Flüssigkeit gefüllte Bläschen verwandeln , und nm welche sich nur bei heftigem leiben oder Krstien ein Entzündnngshof bildet Sticht man diese Bläschen mit einer Nadel «n, ao dui der Inhalt ergossen und entfernt wird, so verschwinden sie schnell| ohne eine Spur zurückzulassen, im entgegengesetzten Falle bildet das in den BUachen enthaltene £xBudat einen kleinen Schorf, der je nachdem der Kranke die Haut mehr oder weniger durch Kratzen gereizt hat, mit Blut imprfignirt und daher braunlich oder schwärzlich gefärbt ist und nach dessen AbfoU zuweilen selbst kleine Narben zurückbleiben. Nimmt die Krankheit, wie nicht selten, einen chronischen Verlauf, so bilden sich neben den Yesikeln zuweilen paydradsche Pusteln, welche mit einem gelbUchen £iter gefüllt sind, oft zusammenfliessm, und alsdann grosse, unregelmässiggeformte I&usten bilden, welche, wenn sie, wie namentlich bei kleinen Kindern, auf dem behaarten Theil des Kopfes voriconunt, leicht zur Verwechselung der Krankheit mit Grusta lactea Veranlassung geben. Das Exanthem macht, wie bemerkt, Nachschübe, so dass man nicht selten au einem und dem8ell)en Individuum Papeln mit oder ohne Entxüdungv- hof, Yesikeln, Pusteln und kleine oder grosse, hell oder dunkel gef&rbte Krusten findet und die Gesanrnitkranidieit sich olt lange Zeit, zuweilen 4 — 6 Jahre, hin- zieht Den Uauptsitz des Leidens bilden die inneren Seiten der Oberachenkel die Arme , üände , Hinterbacken , der Ilodensack und bei Kindern namentlich die Fusssohlen, nie wird das Gesicht, wohl aber der behaarte Theil des Kopfes befallen. Ausser einem unerträglichen Jucken, welches den Kranken zu fort- währenden Kratzen der Haut veranlasst, verursacht die Krankheit keine weiten Störungen des Allgemeinbefindens und ist nicht ansteckend, ein Umstand, d